In Erinnerung an Manfred Kager
/


Art sans frontières

 

Über mich

Manfred Kager - Persönliches

Manfred Kager, geboren 1947 in Salzburg,
friedlich eingeschlafen im Herbst 2018

gelernter Schildermaler, Assistent von Prof. Arthur Redhead.

Schüler von Jos. K. Biersack, Kurt Panzenberger und Martin Praska. Mitbegründer der Kunstwerkstätte Gutenstein.
Diverse Ausstellungen und Auftragsarbeiten.

  

Atelier:
A-7000 Eisenstadt, Reitschulgasse 3
Maler von Portraits, Landschaften in Aquarell und Acryl.Monotypien sowie Tintografie.




Prof. Rudolf Nardelli beschrieb Manfred Kager wie folgt: 

Ein Leben mit und in der Malerei

Ein Mensch zwischen Frohsinn und tiefem Mitfühlen - so würde ich die Persönlichkeit des Künstlers M.K. in einem Satz charakterisieren.
„Was ist er für ein Mensch" wird man oft in Gesprächen über jemand gefragt. Es ist wahrscheinlich auch eine keineswegs unbedeutende Erkundung, zählt doch der humane Aspekt zu den entscheidensten Verhaltensweisen eines Menschen.
Nun, M.K. ist ein durch das Leben und seine verschiedenartigen Berufe, die er fast alle mit großem Erfolg absolviert hat, ein viel begabter und besonders befähigter Gesprächspartner.
Ich war sehr ergriffen, als er mir vor Jahren über seine Berufserfahrung als Sozialarbeiter von dem Schicksal der Menschen erzählte, die am Existenzrand der Gesellschaft stehen und dringender Hilfe bedürfen, nicht zuletzt der zuneigenden Menschlichkeit und wir sprachen über sein Lebenselixier - die Kunst - die Malerei - und ich konnte zum ersten Mal seine Bilder betrachten, besser gesagt, genießen, da ich von seinem Können zunächst überrascht und dann fasziniert war.

   


In seinem Ouvre fiel mir sogleich die erstaunliche Vielfalt seiner Farbräume und Motive auf. Er versteht in seinen Bildern Farbqualitäten zu setzen, die kontrastierend wechseln können. Er ist ein Meister pastellweicher und ebenso harter Übergänge und Kontraste.
Und ich wunderte mich, wie sujetreich eigentlich sein Schaffen ist. M.K. vermittelt z.B. gemalte Realitäten von einsam erscheinenden Dorfstraßen, flankiert von pastellfarbenen Gebäuden, die in ihrer ursprünglichen Bauform erstaunlich echt und funktionell wirken.
Seine Landschaften, Exponate aus verschiedenen Ländern wohin ihn seine zahlreichen Malreisen geführt haben, bilden künstlerisch betrachtet, gehütete Erinnerungen an geographisch reizvolle Plätze und Gebäudekomlpexe, ebenso an exzellent dargestellte Arrangements.
Und dann darf man über das tanzende blutjunge Mädchen mit Hut und bunten Schleifen staunen, das sich so zauberhaft im Kreis dreht, mit abgewandtem Gesicht zum Betrachter, der es aber vermeint, in seiner Fröhlichkeit zu erkennen.

Einen Farbkompostion der Spitzenklasse

M.Ks, bevorzugte Maltechnik liegt im Aquarell das er wegen der großen Herausforderung an künstlerischer Arbeit, wegen der Möglichkeiten der fließenden Valeurs, der Farbmischungen besonders bevorzugt.

Aber ebenso seine Acrylbilder scheinen dem Künstler die gleichen Möglichkeiten zu bieten, wie eben das vorhin erwähnte „Tanzende Mädchen"
M.Ks. Bildergalerie zeigt einen eigenständigen, sinnlichen und zugleich künstlerischen Erlebniswert, Sein großes Können im Technischen, in der Farbkomposition, hat jedenfalls Anspruch auf Anerkennung als ernst zu nehmender Künstler mit feinem Sensorium für das Besondere, Intensive, Berührende. M.Ks. künstlerischer Weg war ein stetig wachsender, bis zu einer künstlerischen Reife, die eben ihre Zeit braucht.

Er scheint sie sichtbar, fühlbar erreicht zu haben,ohne jegliche Überheblichkeit und man darf sich von dieser Künstlerpersönlichkeit noch einige Überraschungen erwarten. Gerne erinnert er sich an seine genialen, bei Malkursen lehrenden Vorbilder Kurt Panzenberger und Jos K. Biersack. M.Ks. Weg in die abstrakte Malerei als Bewunderer der Neuen Musik in ihrer Atonalität unterschiedlichster Konstruktionen und polyrhythmischer Strukturen gilt mein besonders Interesse ebenso der Ausdrucksvielfalt in den Darstellungsweisen der Gegenwart in der Malerei. Und ich erinnere mich mit einem gewissen Erstaunen, als ich plötzlich und unvermittelt einige gefühlsintensive und formbewusste, vom Gegenständlichen völlig gelöste Bildkompositionen von M.K. betrachten und auf mich einwirken lassen konnte! 
Rhythmische und farbliche Formkomplexe in sich einander ergänzenden Gegensätzen(Kontrapunkten) gaben den großformatigen Bildflächen wirkungsvolle Dynamik. 

Und ich wünschte mir sogleich, M.K. möge diesen neuen Altersstil weiterhin praktizieren und im Abstrakten, musikalisch angehaucht Kreativem, einen neuen Weg beschreiten!

Prof.Rudolf Nardelli